Saft, Trester & Öl: Wie Sanddorn geerntet und verarbeitet wird

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Bio-Sanddorn aus Deutschland

Sanddorn schätzen viele Menschen als Bestandteil ihrer Ernährung. Nur wenige wissen, wie die Pflanze bzw. Frucht verarbeitet wird und dass die Beere nahezu vollständig verwertet werden kann. Ein Beispiel für die konsequent schonende Produktion und Verwertung von Bio-Sanddorn aus eigenem Anbau liefert die Christine Berger GmbH & Co. KG, die unter der Marke Sandokan unter anderem einen Bio-Muttersaft direkt vom Erzeuger anbietet.

Bis die Früchte erstmals geerntet werden können, vergehen meist drei bis vier Jahre. Während der Sanddorn in China, dem größten Produzenten der Welt, und anderen Ländern oft noch von Hand gepflückt wird, kommen bei der Christine Berger GmbH & Co. KG moderne Erntemethoden zum Einsatz.

Eigener Bio-Anbau und schnelle Sanddorn-Verarbeitung

Das Unternehmen baut Sanddorn auf rund 100 Hektar großen, eigenen Plantagen (Bild), in der Region Werder bei Potsdam nach den Vorgaben des Biolandbaus an. Zur Erntezeit im Spätherbst, werden die Zweige mit den reifen Sanddornfrüchten mit Spezialmaschinen abgeschnitten und schnell in den eigenen Gefrierkammern schockgefroren. Die dabei abfallenden Beeren können so erntefrisch zu Saft und weiteren Produkten verarbeitet werden.

Sanddorn-Trester

Die Beeren werden bei der Christine Berger GmbH & Co. KG zunächst sortiert, gewaschen, angeraut und dann frisch gepresst. Der Rohsaft wird nun gesiebt. Dabei entstehen der fruchtölhaltige Muttersaft und Trester. Der Trester ist kein Abfall, sondern wie der Saft ein Naturprodukt mit vielen Inhaltsstoffen. Der Rohtrester wird gepresst und getrocknet. In einem zweiten Schritt werden die Kerne vom Rohtrester getrennt. Aus den Sanddornkernen wird das unter anderem in der Kosmetik genutzte Sanddornkernöl kalt gepresst. Auch der verbliebene Trester, der erneut getrocknet und gepresst wird, ist eine schmackhafte Zutat, zum Beispiel für Frühstücksflocken und Müslis oder Tees.

Sanddornsaft

Der Bio-Sanddornmuttersaft wird ähnlich wie Milch durch Pasteurisieren, d. h. kurzzeitige Erhitzung, haltbar gemacht. Durch die Pasteurisierung werden u. a. Milchsäurebakterien und Hefen, aber auch krankheitserregende Bakterien wie Salmonellen abgetötet. Ein Teil des Bio-Muttersaftes wird anschließend als „BIO-Sanddornsaft direkt gepresst“ der Marke Sandokan abgefüllt. Er ist aber auch Bestandteil weiterer Produkte, etwa der neuen Vitalmahlzeiten der Christine Berger GmbH & Co. KG.

Entrahmung bringt das Sanddornfruchtfleischöl

Für weitere Produkte wird der Muttersaft mit Hilfe eines Separators, d. h. einer Zentrifuge, entrahmt. Dabei wird das Sanddornfruchtfleischöl gewonnen. Es verleiht zum Beispiel Joghurt-Desserts eine besonders fruchtige Note. Aus dem entrahmten Bio-Saft werden unter anderem verschiedene Getränke sowie zahlreiche weitere Sanddorn-Produkte hergestellt.

Sanddorn lässt sich damit nahezu vollständig für Lebensmittel und Öle verwerten. Einzigartig bei der Christine Berger GmbH & Co. KG ist die Tatsache, dass hier vom Anbau über die Verarbeitung bis zur Abfüllung alles in einer Hand liegt. Ein Qualitätsmerkmal, das nur wenige Anbieter von Bio-Sanddornsaft und -Produkten aufweisen.

Die Welt des Sanddorns in der Natur kennenlernen: der Erlebnisgarten in Petzow

Übrigens: Für alle Sanddorn- und Naturfans bietet die Christine Berger GmbH & Co. KG mit ihrem Erlebnisgarten in Petzow bei Potsdam ein ganz besonderes Ausflugsziel: Neben Sanddorn-Pflanzen können hier auch zahlreiche weitere Wildfrüchte und Kräuter entdeckt werden. Auch ein Hofladen mit Sanddorn-Erzeugnissen und vielen regionalen Bio-Produkten, ein Restaurant mit See-Terrasse und Blick auf den Glindower See, und auch mit einer gläsernen Produktion laden dazu ein, die Welt des Sanddorns zu entdecken.

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